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Pressemitteilung

12/19/14

Qualifizierung zahlt sich aus

Emden: 19.12.2014: „Die Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist grundsätzlich Aufgabe der Unternehmen und Beschäftigten selbst. Weiterbildung gewinnt allerdings im Hinblick auf die demografische Entwicklung an Bedeutung, um den Fachkräftebedarf zu decken. Damit wird sie zur Aufgabe für alle Akteure am Arbeitsmarkt,“ erklärt Erich Meyer, Teamleiter im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Emden-Leer.

Die Agentur für Arbeit kann mit dem Sonderprogramm WeGebAU - Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen - unterstützen. „Die Besonderheit liegt im präventiven Ansatz des Programms“, sagt Käthe Bergmann vom Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Emden-Leer.

Die Vorteile des Förderprogramms hatte auch die Anker Schiffahrts-Gesellschaft in Emden für sich erkannt. „Unsere Ziele erreichen wir nur mit einem motivierten und qualifizierten Team. Wir sind deshalb auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, um Arbeitsplätze und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“ erklärt Jan Remmers, Betriebsleiter bei Anker Schiffahrt, die Vorteile für das Unternehmen.

Im Beratungsgespräch stellten die WeGebAU-Beraterin, Käthe Bergmann, und Jan Remmers für vier Mitarbeiter der Anker Schiffahrt den Weiterbildungsbedarf vom ungelernten Hafenarbeiter zum Hafenfacharbeiter mit Berufsabschluss fest. Sie hatten durch ihre Arbeit das entsprechende Potenzial bewiesen und wurden in ihrem Bestreben um Weiterbildung und Aufstieg tatkräftig von Manfred Müller, einem langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter der Anker Schiffahrt, unterstützt. Nach Klärung der Fördervoraussetzungen übernahm das Maritime Kompetenzzentrum (MACO) in Bremen die Vermittlung fehlender Fachkenntnisse

„Gering qualifizierte Arbeitnehmer haben ein höheres Risiko, arbeitslos zu werden. Mit zielgerichteten Maßnahmen können gut eingearbeitete, aber ungelernte Arbeitskräfte zur Fachkraft weiterentwickelt werden,“ sagt Bergmann und stellt fest: „Wir erreichen gleich drei positive Effekte mit diesem Qualifizierungsmodell. Der Betrieb erhält zusätzlich qualifizierte Mitarbeiter, bewährte und motivierte Mitarbeiter bleiben dem Betrieb erhalten. Gut qualifizierte Mitarbeiter haben eine bessere Zukunft im Unternehmen und auf dem Arbeitsmarkt. Arbeitslosigkeit und damit verbundene Kosten können vermieden werden.“

Stefan Löhnert aus Südbrookmerland, Steffen Heider aus Moormerland, Otto Rötgers und Patrick Preuß, beide aus Emden, bereiteten sich von Anfang Juni bis Ende November auf die Prüfung zum „Hafenfacharbeiter Eurogat (HFA)“ vor. Jetzt haben sie den Facharbeiterbrief in der Tasche.

„Eine super Chance, auch mit 31 Jahren noch einen qualifizierten Abschluss zu erreichen,“ freut sich Steffen Heider stellvertretend für seine Kollegen. Der neue Arbeitsvertrag als Fachkraft ist für alle ein tolles Weihnachtsgeschenk.

„Dem Betrieb bleiben Mitarbeiter erhalten, die mit den internen Abläufen bereits jetzt gut vertraut sind,“ freuen sich Jan Remmers und Manfred Müller. Sie raten anderen Betrieben, sich gemeinsam mit ihren Mitarbeitern auf diesen zeitgemäßen Weg zu machen, um Fachkräfte zu gewinnen.

Foto: Agentur für Arbeit Emden-Leer. V.l.n.r. hinten: Patrick Preuß, Stefan Löhnert, Otto Rötgers; V.l.n.r. vorne: Jan Remmers, Käthe Bergmann, Steffen Heider, Erich Meyer, Manfred Müller